Wie aus Brachen hochwertige Wohngebiete werden

Ein Projektentwickler aus Fürth hat sich auf die Schaffung exklusiver Appartements spezialisiert - sorgt aber auch für sozial geförderten Wohnraum.


16.03.2012 - Ein Projektentwickler aus Fürth hat sich auf die Schaffung exklusiver Appartements spezialisiert - sorgt aber auch für sozial geförderten Wohnraum.

Von einem „wahren Segen für die Stadt Fürth“ spricht Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD). Denn die Kleeblattstadt habe der Firmengruppe P&P eine erhebliche Attraktivitätssteigerung zu verdanken. Sorgte sie doch maßgeblich für eine erfolgreiche Konversion der Flächen im Südwesten der Stadt. Dort war einst die US-Armee stationiert und hinterließ nach ihrem Abzug ein riesiges Areal, das neu genutzt werden musste.

„Wir sind oft Pionier“, sagt Michael Peter, Geschäftsführer der P&P Gruppe Bayern mit Sitz in Fürth zur Staatszeitung. Und so sucht er mit seinen Mitarbeitern ganz bewusst Flächen, die sonst von Projektentwicklern eher gemieden werden. In der Metropolregion Nürnberg hat er auf diese Weise schon so manch eine seit Jahren brach liegende Schmuddelecke revitalisiert. Hochwertiger Wohnraum ist entstanden und durch das Engagement der P&P Gruppe zogen andere Investoren nach und schlossen die restlichen Baulücken in den betreffenden Bereichen. Auf diese Weise konnte sich laut Peter zum Beispiel in der Kleeblattstadt erst ein Wohnungsmarkt entwickeln. „Dieser war in Fürth quasi nicht existent.“

Seit 2005 stellte die P&P Gruppe pro Jahr zwischen 300 und 400 Wohnungen fertig. „In diesem Jahr werden wir wieder 400 Wohnungen übergeben“, erläutert Peter. Diese haben ein Verkaufsvolumen von rund 105 Millionen Euro. „Hinzu kommt der Bereich Bestandsimmobilien“, so der P&P-Chef. Ein Teil dieser Wohnungen gehört auch dem sozial geförderten Wohnbau an. „Trotz enormer Bemühungen der städtischen Wohnbaugesellschaften herrscht in diesem Punkt Handlungsbedarf“, erklärt Peter.

Es sind aber nicht nur Brachen und Konversionsflächen, an denen P&P Interesse hat. Die Sanierung historisch bedeutender Architektur gehört ebenso ins Portfolio der Unternehmensgruppe. Aber auch Gewerbebauten sind für Peter und sein Team interessant. So kaufte er in Fürth 80 Prozent der Gebäude des pleite gegangenen Versandriesen Quelle. An der Flößaustraße ist jetzt der neue Gewerbepark „Next“ entstanden und bietet zwischen 200 und 300 Arbeitsplätze. Allein in dieses Wiederbelebungsprojekt investierte P&P 35 Millionen Euro.

Derzeit kann sich P&P-Chef Peter über die hohe Nachfrage nach Immobilien freuen. Denn viele Menschen suchten angesichts der Unsicherheiten auf dem Kapitalmarkt und dem Euro sichere Investitionsmöglichkeiten. „Doch das kann sich in zwei bis drei Jahren wieder ändern“, meint er.

Damit das Geschäft als Pionier aber gut läuft, benötigt Peter eine besondere Fähigkeit. Und diese scheint er im Überfluss zu haben: Er kann Visionen verkaufen. Denn anhand von Modellen und Visualisierungen potenziellen Käufern klar zu machen, wie schön ein Quartier einmal sein wird, ist nicht so leicht. Wer die Entwicklung des Fürther Südstadtparks miterlebt hat, kann ein Lied davon singen, dass es schon besonderer Weitsicht bedurfte, um aus einer Megabaustelle das heutige, pittoreske Stadtviertel erahnen zu können.

Aber die diversen Referenzobjekte, auf die Peter inzwischen verweisen kann, zeigen jedem Investor, dass P&P die Kompetenz zum Umbruch hat. Wo das Unternehmen erst einmal aktiv wird, ändert sich das gesamte Umfeld hin zu einer positiven Entwicklung. Davon werden jetzt auch einige Standorte in Nürnberg profitieren. Denn die Frankenmetropole hat gerade im Bereich der Südstadt noch einiges aufzuholen. Während die Nürnberger die Südstadt eher verschmähen, ist sie für Neunürnberger, die aus beruflichen Gründen in die Metropole ziehen, geradezu verlockend, so Peter. Er habe viele Interessenten von außerhalb, die sich eine hochwertige Wohnung im Süden der Stadt kaufen möchten.

Peter und sein Team brauchen sich aber nicht sorgen, dass ihnen die Arbeit ausgeht, wenn sämtliche Brach- und Konversionsflächen in Nürnberg „abgefrühstückt“ sind. Denn mit dem aktuell beschlossenen Truppenabzug in Bamberg und Schweinfurt bieten sich erneut Herausforderungen, die der Pionier P&P annehmen könnte. „Bamberg ist für uns sicherlich ein interessanter Markt“, so Peter.

Damit die Stadtviertel, in die P&P investiert, auch richtig zum Erblühen kommen, hat Geschäftsführer Peter vor Kurzem die P&P Stiftung VITA gegründet. Über sie wird vom jeweiligen Projektstart an mit Hilfe des Stadtteilbeauftragten ein Projekt mit Versorgungslücken identifiziert, wie etwa einen fehlenden Kindergarten, für den die Stiftung einen finanziellen Beitrag leistet. „Von jeder verkauften Einheit geht ein bestimmter Prozentsatz in die Stiftung“, unterstreicht Peter die Ernsthaftigkeit seines sozialen Engagements. „Wir wollen zwar hochwertigen Wohnraum verkaufen, uns aber nicht aus unserer sozialen Verantwortung stehlen. Deshalb wollen wir auch der Allgemeinheit etwas zurückgeben.“

> RALPH SCHWEINFURTH

 

http://www.pp-gruppe.de/fileadmin/user_upload_pp_gruppe/09_presse/Bayerischer_Staatsanzeiger_160312.pdf

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