Gute Aussichten für die Ödnis

Mit Maly per Rad zum Zuckerbär-Gelände.


02.08.2014 - Wenn der Oberbürgermeister zum Radeln aufruft, dann fährt immer ein großer Pulk mit. Die mobilen Bürgerversammlungen mit Ulrich Maly sind beliebt. Diesmal ging es vom Hauptmarkt aus Richtung Gebersdorf. Eine wichtige Station auf der Informationstour war das Zuckerbär-Gelände in St. Leonhard.

Das 5000 Quadratmeter große Areal an der Ecke Rothenburger Straße/Holzschuherstraße hat seinen Nachbarn und der Stadt viel Kummer bereitet. Lange Zeit stand es leer, war dem Verfall preisgegeben. Die einst schmucke Fabrikantenvilla verkam zur Beinahe-Ruine, auf dem Gelände rankte sich um die Überreste der ehemaligen Produktionsstätten hartnäckiges Großstadtgestrüpp.

Wo einst Lebkuchen, Schokoladennikoläuse, Bonbons und Lakritze (der berühmte „Bärendreck“) hergestellt wurden, herrscht bis heute Ödnis. Doch bald schon soll hier neues Leben einziehen. Die Firma P&P Wohnbau Franken mit Hauptsitz in Fürth hat im April dieses Jahres bei einer Zwangsversteigerung den Zuschlag bekommen und das Gelände für 655.000 Euro gekauft (die NZ berichtete).

Das Unternehmen, das viel Erfahrung mit Sanierungsprojekten hat, will auf dem Zuckerbär-Gelände vier drei- bis fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 120 Wohnungen und eine Tiefgarage errichten. P&P will viel Grün schaffen, mehr als von der Stadt verlangt. 3700 Quadratmeter hatte die gefordert, 4700 sind in den Planungen vorgesehen.

Ein Park für jedermann

Ein Park soll entstehen, der jedem offen steht, nicht nur den Bewohnern des Quartiers. Auch die Flachdächer der neuen Gebäude sollen begrünt werden. Die Zuckerbär-Villa, die unter Denkmalschutz steht, will P&P nach der Restaurierung als Niederlassung nutzen.

Der Nürnberger Architekt Jürgen Hübsch hat Pläne und ein Modell mitgebracht, um den Bürgern in Malys Schlepptau zu zeigen, was er für das Zuckerbär-Areal entworfen hat. Michael Peter, P&P-Geschäftsführer, erzählt von seiner ersten Begegnung mit dem Gelände. „Ich sah ein Brachland, hier herrschte Stillstand. Aber ich sah auch die Chance, das Areal zu revitalisieren und dem Stadtteil neues Leben einzuhauchen.“ Im März oder April nächsten Jahres soll es losgehen. Dann werden die Arbeiter vermutlich erst einmal Macheten brauchen, um den Urwald zu lichten.

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