Fürther Macher Michael Peter saniert das Heumann-Areal

Immobiliengruppe P&P hat bereits den Südstadtpark in der Nachbarschaft wiederbelebt - 210 Wohnungen.


22.09.2010 - Fürth/Nürnberg  - Die hiesige Immobiliengruppe P&P übernimmt nach zahlreichen Projekten in Fürth den Löwenanteil des ehemaligen Heumann-Areals an der Allersberger Straße in Nürnberg und baut dort 210 Eigentumswohnungen.


Die Referenzen des 1995 gegründeten Unternehmens sind beachtlich: Der Fürther Südstadtpark, die Atzenhofer Fliegersiedlung, die Poststadt in der Nürnberger Kleestraße und das alte Forchheimer Krankenhaus hat P&P-Chef Michael Peter unter anderem wiederbelebt. Zuletzt kam das Zuckerbär-Gelände samt Villa in St. Leonhard dazu.

Jetzt hat die Fürther Firma 9700 Quadratmeter mit fünf alten Fabrikgebäuden in der Südstadt von Immobilienentwickler Volker Koch gekauft und will sie bis Ende 2013 zum hochwertigen Wohnquartier umbauen. Architekt Wolfgang Loebermann wird sich der ausrangierten Produktions- und Verwaltungsgebäude annehmen. Drei- und Vierzimmerwohnungen samt Grünanlagen und Tiefgaragen sind geplant, dazu Studentenwohnungen und möblierte Räume für Geschäftsleute.

Michael Peter: „Das wird eine Initialzündung für die Südstadt. Die Krise ist eine Chance.“ Volker Koch, der das Heumann-Gelände zwischen Allersberger- und Heideloffstraße nach dem plötzlichen Tod des Vorbesitzers von der Sparkasse erworben hat, will selbst einen Riegel für Gewerbe sanieren und einen Neubau an den Rand setzen. Für Koch ist das nähere Umfeld entscheidend für die Reanimierung des Areals.

„Wenn man den Nelson-Mandela-Platz endlich zum Laufen brächte und den Ostdurchgang des Hauptbahnhofs dazu, dann könnten blühende Landschaften entstehen.“ Zwar hätten ihm Supermarktbetreiber „die Bude eingerannt“, berichtet er. Doch großflächigen Einzelhandel halte er dort eher für einen „Störfall“.

„City Central“ heißt das P&P-Projekt, mit dem Abriss zweier Altbauten in der Mitte des Areals soll schon im kommenden Sommer begonnen werden. Das weitgehend leer stehende Heumann-Areal ist als Sanierungsgebiet eingestuft worden, Käufern biete das satte Steuervorteile, hieß es gestern bei einem Pressegespräch. Zwischennutzer wie die kommunale Noris-Arbeit (NOA) müssten sich demnächst eine neue Bleibe suchen.

Profitieren will man vom anhaltenden Trend zurück in die Stadt. Südstadtpark, Wöhrder See, aber auch Staatstheater und Hauptbahnhof seien ganz in der Nähe. Mit an Bord war gestern der kleinste Nachbar der ehemals großen Fabrik: Künstler Mathis Neidhard hat den stilvollen Pavillon am südlichen Rand des Areals zum denkmalgeschützten Kleinod mit 50er-Jahre-Touch hergerichtet. Vom neuen Leben nebenan werde er stark profitieren, sagt Neidhard, der ebenfalls in der Sanierungsbranche tätig ist. Er revitalisiert nämlich „brachliegendes Poesiepotenzial“.

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