Der neue Trend Micro-Apartments

Michael Peter im Interview.


07.06.2014 - "Heute München, morgen Nürnberg: In der Arbeitswelt von heute müssen Arbeitnehmer mobil und flexibel sein. Kleine, möblierte Wohnungen - sogenannte Micro-Apartments - sollen Abhilfe schaffen. Michael Peter, Geschäftsführender Gesellschafter der P&P Gruppe in Fürth, hat den Trend erkannt und bereits verschiedene Wohnprojekte mit Micro-Apartments realisiert.

Aus den Nürnberger Nachrichten vom 7.6.2014 von Christina Kaiser

Herr Peter, es heißt ja, der Trend geht immer mehr zu kleinen, möblierten Ein-Zimmerwohnungen, auch Micro-Apartments genannt. Ist das auch bei uns in der Region so?

Peter: Ja, aus unserer Sicht ist das sogar ein Mega-Trend. Und er ist auch bei uns in der Region zu beobachten - vor allem in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bamberg und Bayreuth. Das bestätigt übrigens auch eine Marktforschungsstudie des bulwiengesa Instituts, die wir beauftragt haben.

"Immer mehr Menschen ziehen in die Städte"

Wie erklären Sie sich den Trend?

Peter: Die Nachfrage nach Micro-Apartments ist die Antwort auf bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen. Auslöser hierfür ist unter anderem die hohe Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt. Früher waren Arbeitnehmer ein Leben lang in einem Unternehmen tätig, das ist heute kaum noch so. Die Menschen müssen immer mobiler werden, was ihre Arbeitssituation angeht. Oftmals werden Arbeitnehmer projektbezogen für mehrere Monate eingesetzt. Oder sie sind noch in der Probezeit ihres neuen Jobs in einer neuen Stadt. Für diese Menschen sind vollmöblierte, für kurze Zeiträume anzumietende Apartments optimal. Neben dieser Entwicklung fließen aber noch weitere Faktoren ein: Zum Beispiel ziehen immer mehr Menschen in die Städte, und es gibt auch immer mehr Pendler.

Sind die Micro-Apartments denn auch auf dem Land gefragt?

Peter: Nein, die Micro-Apartments sollten sehr zentral in den Städten liegen, weil die Infrastruktur und auch die Verkehrsanbindung sehr wichtig sind. Die Leute, die diese Wohnungen mieten, haben oft gar kein Fahrzeug und wollen schnell zu ihrem Arbeitsplatz gelangen. Sie kommen mit der Bahn und wohnen am Wochenende bei der Familie im eigenen Haus. Singles oder Paaren geht es vor allem um die Vorzüge des Stadtlebens. Großzügiges Wohnen ist da eher unwichtig, diese Zielgruppe will Kultur, Events, Einkaufsmöglichkeiten und die ganzen Angebote des städtischen Lebens genießen.

Kleine Raumwunder

Wie kann man sich so ein Micro-Apartment vorstellen?

Peter: Die Wohnungen sind etwa 20 bis 40 Quadratmeter groß und möbliert. Und das unheimlich flexibel und funktional. Das heißt: Man kann viel wegklappen oder verschieben, wie etwa Sofas, die man ausziehen kann, oder Betten, die man in den Schrank klappen kann. Alle Wohnungen haben eine kleine Küchenzeile, ein Bad und sind mit Fernseher, Telefon und Internetanschluss ausgestattet.

"Die Nische zwischen Hotel und Wohnung"

Ist da immer Service dabei?

Peter: Nein. Wir unterscheiden bei Micro-Apartments drei Kategorien: Da gibt es die Studentenapartments, dann die sogenannten Business-Apartments, in denen sich primär Geschäftsleute einmieten. Und schließlich noch die sogenannten „Serviced-Apartments“, die zusätzlich noch Services anbieten.

Wie sieht ein solcher Service aus?

Peter: Das reicht von Putz- und Wäschediensten über Car-Sharing bis hin zu Einkaufsservices oder Cateringangeboten. Das ist sozusagen die Nische zwischen Hotel und Wohnung und vor allem für Geschäftsleute sehr attraktiv.

"Shortstay" oder Mietvertrag

Wie lange kann man das mieten?

Peter: Beim Wohnen auf Zeit unterscheidet man zwischen „shortstay“, also Kurzaufenthalten ab einem Tag – das gilt für die Serviced Apartments, und „longstay“, also längeren Aufenthalten ab drei Monaten bei den Business und Studenten-Apartments.

Und hat man dann einen Mietvertrag?

Peter: Wer die Serviced Apartments nutzt, hat keinen Mietvertrag sondern einen Nutzungsvertrag. Er zahlt eine Bruttomiete, in der die Nebenkosten, Reinigungsservice und auch Internetanschluss schon enthalten sind. Wie beim Hotel hat man hier praktisch von vornherein einen absoluten Betrag und kann von Anfang an die Dauer des Aufenthalts festlegen. Für die Business- und Studentenapartments gelten die gängigen Mietrichtlinien. Da hat man einen normalen Mietvertrag.

"Vorzüge einer komplett funktionalen Möblierung schätzen"

Für wen ist das interessant?

Peter: Die Serviced Apartments sind vor allem für Business-Leute interessant, die wirklich für sehr begrenzte Zeiten vor Ort sind und ihren Lebensmittelpunkt eigentlich woanders haben. Projektarbeiter, Manager, internationale Fachkräfte und so weiter. Die Business-Apartments hingegen sind für Berufspendler, Leute in Probezeit oder auch Singles oder Senioren interessant. Praktisch für alle, die sich nicht mit viel Wohnraum belasten und zentral wohnen wollen und die Vorzüge einer kompletten funktionalen Möblierung schätzen. Wir sind gerade dabei, ein Konzept zu entwickeln, das auch altersgerecht ist. Sprich: Kleine Apartments, aber mit breiteren Türen und allen Leistungen, die im Alter von Vorteil sind.

Wo liegen die Vorteile für den Mieter?

Peter: Man hat die Wirtschaftlichkeit untersucht und festgestellt, dass bis zu einem Zeitraum von einem Jahr die Wohnungen trotz des hohen Quadratmeterpreises günstiger sind als eine vergleichbare Wohnung, da die Möblierung schon vorhanden ist. Weiterer Vorteil: Wer einzieht, muss nicht viel mitnehmen. Das bekommt man in einen Koffer. Gleiches gilt natürlich für den Auszug. Man bleibt sehr flexibel. Nicht zu vergessen sind die verschiedenen Serviceleistungen, die wir im Bereich Serviced Apartments anbieten. Das ist absolut praktisch für Geschäftsleute. Sie müssen sich um nichts kümmern, können ihre Hemden zum Bügeln abgeben, sich etwas zu Essen bestellen und finden auf Wunsch einen gefüllten Kühlschrank vor. Außerdem sind natürlich die zentralen Lagen sehr attraktiv. Da hat man immer sehr gute Verkehrsanbindungen und eine perfekte Infrastruktur vor Ort.

"Es können bessere Renditen erzielt werden"

Welche Vorteile haben Kapitalanleger?

Peter: Aufgrund des höheren Quadratmeterpreises können bessere Renditen erzielt werden. Sie liegen zwischen 4,5 und 5 Prozent. Normalerweise kommt man im wohnwirtschaftlichen Bereich kaum über drei Prozent Rendite. Der Anleger hat keinerlei Arbeit, da wir ein komplettes Service-Paket mit Nachvermietung, Abnahme und Hausverwaltung anbieten. Außerdem kann er mit Wertsteigerungspotienzial rechnen, da die Nachfrage steigen wird, und das Angebot noch sehr gering ist. Demzufolge ist das neben der Rendite eine Investition mit Perspektive. Auch durch die zentralen städtischen Lagen ist natürlich das Wertsteigerungspotenzial garantiert.

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