Baustart in St. Leonhard

Spatenstich auf Zuckerbär–Areal - Die Villensanierung ist das erste Etappenziel.


05.10.2011 - ST. LEONHARD - Startschuss an der Rothenburger Straße: Auf dem seit 36 Jahren brachliegenden Gelände von Zuckerbär rollen die Bagger.
 
Die maroden Gebäudereste, die das rund 6500 Quadratmeter große Areal zwischen Rothenburger Straße, Holzschuherstraße und Wolgemutstraße „verzierten“, sind bereits verschwunden. Auf der einplanierten Fläche, auf der nur noch die denkmalgeschützte Fabrikantenvilla steht, errichtet die Fürther Firma P&P derzeit ein hochwertiges Gebäude-Ensemble.

Der Blick ins Innere der Villa zeigt, wie viel zu tun ist. Das Areal, auf dem das Projekt von Architekt Jürgen Hübsch entsteht, ist bereits planiert.
Neben der sanierten Villa umfasst es vier zwei- bis viergeschossige Neubauten, die in und um einen Park angeordnet sind. Insgesamt sind 93 exklusive Wohnungen in dem Entwurf des Nürnberger Architekturbüros Hübsch und Ramsauer vorgesehen.

Enthalten sind auch bis zu acht Gewerbeeinheiten, inklusive eines Ladengeschäfts an der Rothenburger Straße. Hier zieht laut P&P-Vertriebsleiter Jürgen Eschbach wahrscheinlich eine Bäckerei ein.

Dass die Gewerbefläche inklusive des bescheidenen Einzelhandelsanteils etwa 1500 Quadratmeter und damit fast nur ein Viertel der Wohnfläche (rund 5700 Quadratmeter) ausmacht, freut besonders Baureferent Wolfgang Baumann, der bei der Feier zum Projektstart sprach.

Denn rechtlich wäre auf dem Areal auch ein Einkaufsklotz zulässig gewesen, den die Stadt aus zwei Gründen nicht wollte: Zum einen hätte es das Ziel konterkariert, den Leonhardspark mit seinen Läden als Nahversorgungszentrum zu etablieren. Zudem, so Baumann, wäre der Eindruck einer Ausfallstraße entstanden.

Impulse für den Stadtteil

Das attraktive Ensemble dagegen, das P&P errichtet, soll sich nicht nur besser in die Umgebung einfügen, sondern das Viertel auch aufwerten. Dass das mit dem Zuckerbär-Vorhaben gelingen kann, daran hat Wolfgang Baumann keine Zweifel. Die Umwandlung ehemaliger Gewerbeflächen zu Wohnzwecken, die ein wichtiges Zukunftsthema für die Stadt sei, „ist schließlich eine Spezialität ihres Unternehmens“, lobte er die Fürther.

Die Vorschusslorbeeren des Baureferenten hat sich P&P mit einer Vielzahl von Projekten in Fürth verdient. Dort haben sie leeren Kasernenarealen ebenso neues Leben eingehaucht, wie dem alten Gebäude des städtischen Bauamts (City Central), dem Ottoschulhaus (Stadtpalais) oder dem Gelände des Rennauto-Herstellers Carrera.

In Nürnberg hat die Firma die denkmalgeschützte Paketposthalle in der Kleestraße in die Sonnenesplanade mit 64 hochwertigen Wohneinheiten verwandelt. Eine Erfolgsgeschichte, die sich auch in St. Leonhard fortsetzen lässt, ist Jürgen Eschbach überzeugt: Obwohl die Verkäufe für das Projekt erst vor einer Woche begonnen haben, stehen im Kalender des Vertriebsleiters bereits fünf Notartermine.

Das angepeilte Verkaufsvolumen liegt bei 20 Millionen Euro. Quadratmeter-Preise von 2350 bis 2700 Euro scheinen auch in dem bislang nicht als teures Pflaster geltenden Stadtteil niemanden abzuschrecken. Verkaufsargumente sind neben der Ausstattung die Lage in Innenstadtnähe und die S-Bahn- und U-Bahn-Anbindung vor der Tür. „Dieses Projekt“, so Eschbach, „ist zum Erfolg verdammt.“

Während sich Käufer bislang vor allem für die Neubauten interessieren, liegt P&P die Zuckerbär-Villa besonders am Herzen. In die Sanierung des Gebäudes, das bereits eingerüstet ist und laut Eschbach als erstes fertig wird, steckt das Unternehmen viel Geld. Den seit 36 Jahren verfallenden Bau auf einen modernen Standard zu bringen und zugleich die Auflagen der Denkmalschützer zu erfüllen, kostet laut Eschbach etwa doppelt so viel, wie eine gewöhnlichen Sanierung. „Allein für die Fenster müssen wir rund 160.000 Euro mehr ausgeben.“

Hinter den maroden Mauern muss jede noch vorhandene Treppenstufe oder Tür aufwendig von Spezialisten wiederhergestellt werden. Doch das Endergebnis lässt Eschbach bereits heute schwärmen: Eine edle Adresse, die vielleicht nicht über einen Zugang zur Tiefgarage oder alle anderen Komfortmerkmale der Neubauten verfügt, aber dafür jede Menge historischen Charme versprüht. So viel jedenfalls, dass sich P&P laut Eschbach gut vorstellen könne, auch selbst dort einzuziehen.

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