Fürth – Das macht die Kleeblattstadt so l(i)ebenswert

In einer neuen Reihe in unserem Immobilien-Blog möchten wir Ihnen die größeren Orte aus der Metropolregion Nürnberg einmal genauer vorstellen. Den Anfang macht die Kleeblattstadt Fürth:

Fragt man die Fürther, wieso sie so gerne in ihrer Stadt leben, bekommt man unzählige verschiedene Antworten. Was aber ist es, das Fürth so l(i)ebenswert macht? Wir haben uns auf einen Streifzug durch die Kleeblattstadt, die auf eine mehr als 1000jährige Geschichte zurückblicken kann, begeben.

Das weithin sichtbare Wahrzeichen ist das Rathaus. Vor allem der Turm erinnert mit seinen Zinnen eher an einen italienischen Palazzo als an eine Stadt in Mittelfranken. Das Fürther Rathaus wurde in den Jahren 1840 bis 1844 erbaut, kurz nachdem die Stadt im Jahr 1818 ihre eigene Verwaltung erhielt. Die Fürther wollten sich vom benachbarten Nürnberg abgrenzen – das ist ihnen gelungen!

Nur einen Steinwurf von Rathaus entfernt befindet sich Fürths Ausgeh- und Kneipenviertel. An einem warmen Sommerabend mit einem Eis in der Hand über Waagplatz, Grünen Markt und Gustavstraße schlendern – der perfekte Abschluss eines langen Arbeitstages! Denkmalgeschützte Fachwerkhäuser und Kopfsteinpflaster machen das Altstadtgefühl perfekt.

Der Grüne Markt mit dem Gauklerbrunnen im Vordergrund.

Ganz modern geht’s dagegen in der Uferstadt zu: Am renaturierten Pegnitzufer in der Nähe der Stadtgrenze zu Nürnberg haben sich in den letzten Jahren Unternehmen, Labors und eine Forschungseinrichtung der Universität Erlangen-Nürnberg niedergelassen. Seit 2007 darf sich Fürth offiziell “Wissenschaftsstadt” nennen. Die zweitgrößte Stadt in Mittelfranken wird immer mehr zu einem pulsierenden Wirtschaftsstandort, vor allem im Dienstleistungs- und IT-Sektor.

Nicht nur zum Arbeiten, auch für einen Einkaufsbummel am Wochenende ist man in Fürth gut aufgehoben: Rund um das historische Michaelisviertel finden sich gemütliche Cafés und kleine Geschäfte, in denen man wunderbar stöbern kann. Gleich nebenan lädt die Fußgängerzone zum Shoppen ein. Das City-Center und die Rudolf-Breidscheidt-Straße werden in Kürze wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Am Sonntag dann, wenn alle Läden geschlossen sind, pilgert die ganze Stadt zur Trolli-Arena am Ronhof, um ihre Spielvereinigung Greuther Fürth beim Heimspiel anzufeuern. Überhaupt ist Fürth eine fußballverrückte Stadt: Kaum ein Mülleimer oder ein Laternenmast, der nicht mit einem Kleeblattaufkleber verziert ist. Sogar die Fürther Linienbusse fahren das Logo der Spielvereinigung spazieren.

Die Südstadt, bis vor einigen Jahren nicht das beliebteste Wohnviertel Fürths, hat sich in den letzten Jahren gewandelt: Aus dem ehemals tristen Kasernenareal rund um den Südstadtpark entstand ein großzügiges, begrüntes Wohngebiet, in dem sich vor allem junge Familien wohlfühlen. Wer lieber Altbauten bevorzugt, ist in Fürth aber auch an der richtigen Adresse – schließlich hat die Stadt die höchste Denkmaldichte in ganz Bayern! Eine richtige Prachtstraße ist beispielsweise die Hornschuchpromenade: Wie Perlen an einer Kette reihen sich hier schmucke Gründerzeitfassaden zwischen Jakobinenstraße und Fürther Freiheit aneinander. Kein Wunder, dass im Jahr 1835 gerade hier mit dem “Adler” die erste deutsche Eisenbahn fuhr!

Die Hornschuchpromenade gehört zu den schönsten Straßenzügen in Fürth.

Einen Katzensprung entfernt lädt der Stadtpark zum Entpannen in Parkcafé oder Rosengarten ein. Vor allem Sommer treffen sich Sportler und Spaziergänger gleichermaßen, um ihre Freizeit im weitläufigen Park, dem sich auch noch der Regnitzgrund im Nordosten anschließt, zu verbringen. Jogger und Radfahrer fühlen sich im Stadtwald im Südwesten wohl.  Auch das ist es, was Fürth ausmacht: In kaum einer Großstadt finden sich so viele Parks und Grünflächen. Gerade deshalb sind Unter- und Oberfürberg oder der Villenvorort Dambach so beliebte Wohnviertel. Wer es noch ruhiger mag, ist im Fürther Norden genau richtig: Der Stadtrand von Unterfarrnbach und der Golfpark am ehemaligen Flugplatz in Atzenhof wirken fast ländlich, das Örtchen Poppenreuth grenzt sogar schon an das Knoblauchsland. Trotzdem gelangt man mit Bus oder U-Bahn innerhalb weniger Minuten ins Stadtzentrum oder ins nahe Nürnberg. Wussten Sie eigentlich, dass Fürth die kleinste Großstadt mit einer U-Bahn ist?

Nicht nur deshalb braucht sich die Stadt neben dem größeren Nürnberg nicht zu verstecken: Jahr für Jahr locken verschiedene Veranstaltungen tausende Besucher in die Kleeblattstadt. Die Michaeliskirchweih zum Beispiel ist die älteste Straßenkirchweih in ganz Süddeutschland und für jeden Fürther der Höhepunkt im Spätsommer. Auch der Grafflmarkt verwandelt die ganze Altstadt zweimal im Jahr in ein Besuchermeer. Nirgends lässt es sich in so schönem Ambiente stöbern und feilschen. Fürth-Festival, Altstadtweihnacht, Metropolmarathon, Classic Open Air im Stadtpark und zahllose weitere Events sorgen dafür, dass in Fürth immer etwas los ist.

Das Kulturangebot in Fürth ist ebenfalls bemerkenswert: Stadttheater, Comödie und Kulturforum bieten ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, in sich dem für jeden Geschmack und jedes Alter etwas findet. Stadtmuseum Ludwig Erhard, Rundfunkmuseum und Jüdisches Museum sowie zahlreiche Galerien sind perfekte Anlaufpunkte für einen spannenden Sonntagsausflug.

Sie sehen, in Fürth lässt es sich gut und entspannt leben! Doch das war noch lange nicht alles. Verraten Sie uns Ihre Geheimtipps für die Kleeblattstadt?

15. März 2012 • Kategorien: Allgemein, Fürth, Kultur

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